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9 Monate Verpackungsgesetz – Erfahrungen und Konsequenzen

Seit dem 1. Januar 2019 gelten mit dem Inkrafttreten des Verpackungsgesetzes weitreichende neue Regeln. So müssen deutlich mehr Verpackungen recycelt werden. Zudem sieht das Verpackungsgesetz vor, dass sich die Systeme mit den Kommunen zu Details einer möglichst effizienten und bürgerfreundlichen Verpackungserfassung abstimmen. Das betrifft u. a. auch die Frage, in welchen Gefäßen – Sack oder Tonne – oder in welchen Abfuhrintervallen die Verpackungsabfälle erfasst werden sollen.

Aber die Systeme hinken dem Zeitplan deutlich hinterher. Zahlreiche Fragen der Abstimmung mit den Kommunen sind noch nicht abschließend geklärt. Derzeit liegen erst wenige Abstimmungsvereinbarungen vor und Übergangslösungen stehen im Vordergrund. Insbesondere fällt es den Systemen schwer, Vereinbarungen zur Mitentsorgung von PPK zu treffen, bei denen die Masse-, Volumen- und/oder Kosten-anteile nach neuer Lesart Berücksichtigung finden.

Mit der Stiftung „Zentrale Stelle Verpackungsregister“ sollen die Transparenz und Kontrolle bei Einsatz und Entsorgung von Verpackungen verbessert und gerechter werden. Darüber hinaus soll die Recyclingfähigkeit der Verpackungen erhöht werden, indem ökologische Aspekte bei der Berechnung der Lizenzentgelte berücksichtigt werden.

Vor diesem Hintergrund vermittelt das 11. Würzburger Verpackungsforum, 9 Monate nach Inkrafttreten des Verpackungsgesetzes, eine Bestandsanalyse, legt erste Erfahrungen offen und zeigt mögliche Konsequenzen und Lösungsansätze aus Sicht der verschiedenen Akteure auf. Hierzu werden namhafte Experten aus Politik, Wissenschaft, privater und kommunaler Entsorgungswirtschaft sowie Vertreter der Systeme zu Wort kommen.

In Zeiten des Umbruchs ist es wichtig, klare Weichen für zukünftige Entwicklungen zu stellen. Hierfür bietet das Forum eine Plattform zur Information und Diskussion.

Dr.-Ing. Michael Kern                                    Prof. Dr.-Ing. Klaus Wiemer